Mundgeblasene Butzenscheiben 65xx, ein schönes, mittleres Bernsteingelb - brillant und funkelnd.
In der Mitte ist der unregelmäßige Abriss des Hefteisens als Nachweis des traditionellen Herstellungsverfahrens zu sehen, auch der umgeschlagene Rand ist deutlich erkennbar.
Hinweis:
Warum sind kleine, echte Butzen (unter 6 cm) selten und der Preis ist nicht geringer als bei größeren Butzen?
Die Butzenleute von der Glashütte Lamberts in Waldassen haben es uns erklärt:
Ein kleiner Posten Glas wird mit der Glasmacherpfeife aufgenommen und zur Kugel aufgeblasen. Da die Glasmasse aber so gering ist, kühlt sie schnell aus und muss mehrmals im Ofen oder im "Glory Hole" erwärmt werden. Das verzögert die Herstellung erheblich. Dann wird gegenüber der Glasmacherpfeife das vorgewärmte Hefteisen (ein Stab aus Stahl) angesetzt, die Pfeife wird abgeschlagen, und das so entstandene Loch unter nochmaligem Erhitzen und schnellem Hin- und Herdrehen des Hefteisens geweitet. Auch hier muss eventuell nochmals erwärmt werden. Hat die Butzenscheibe ihre endgültige Form erreicht, wird sie vom Hefteisen abgeschlagen und ist fertig.
Lambertsbutzen haben Abweichungen von ca. +/- 5mm
Link zu allen mundgeblasenen Butzen - Bitte auch die Informationen und Hinweise im Fuß der Rubrik "Mundgeblasene Butzen" beachten.